Laptoptasche

Laptoptasche

img_1755 Nach der Handytasche nun ein zweites handgenähtes Lederprodukt, das gerade wirklich gebraucht wird. Der neue Rechner ist so klein und leicht, dass er gute Chancen hat, überall mit dabei zu sein, aber dazu braucht er schon ein angemessenes Schlafsäckchen. Ein guter halber Tag Handnäherei, wobei das Nähen ja fix geht, länger dauert das Löcher vorstechen. Aber eigentlich sind so ein paar Stunden am Wochenende echt nix für so ‘ne kompakte, kuschelig gepolsterte Laptoptasche. Sie besteht aussen aus Lederresten und ist mit diesem wattierten Futterstoff (Innenfutter für Jacken) gefüttert, das sieht prima aus und spart den Schritt, das weiche Vies an den Innenstoff zu nähen oder zu bügeln.

Diese Handnäherei gefällt mir wirklich gut, je dicker aber das Leder ist, umso besser wirkt sie.

So, jetzt ist aber auch erstmal wieder Schicht mit Leder. Ich hätte auf der Liste der zu nähenden Dinge Schlafanzughosen ganz oben stehen. Das sollte mir ja eigentlich liegen. Keine Taschen, keine allzu dramatischen Passformprobleme… Ich hadere noch mit dem Schnitt. EInfach von den jetztigen Hosen abnehmen? Oder gibts einen Kaufschnitt, der so klasse ist, dass er sich lohnt? Oder doch den Burda-Schnitt hier?

“Die Brücke am Kwai” und Jona auf Holz

“Die Brücke am Kwai” und Jona auf Holz

Noch hängt keine Brücke am Kwai, weil die Zähne noch halbwegs fest im Mund sitzen. Aber man kann seinen Hut dran aufhängen. Schicker und pinterestiger wäre es, wenn die Sonne beim Knipsen meinen Flur in mildes Winterlicht getaucht und ich dazu noch Zeit und Lust zum stylischen Aufhübschen der Wand gehabt hätte. War alles nicht der Fall, darum ein paar Fotos, die erahnen lassen, wie sich das Geweih in weiß so auf meiner ziemlich grünen Wand macht. Vielleicht findet sich aber noch ein endgültigerer Platz.

Ikonenfortschritte – Work in Progress

Ich hatte mir ja vorgenommen, eine Ikone zu malen. Ich weiß, dass wie ich das mache nicht so 100% “offizielle Lehre” ist, aber davon lasse ich mich nicht abhalten. Vor einigen Jahren fand ich auf dem Flohmarkt eine kleine, echte gemalte Ikone und seitdem faszinieren mich diese Kunstwerke. Alte Motive, seit Jahrhunderten auf Holz gemalt mit einer wirklich weitreichenden Bedeutung – das macht ‘nen gutes Gefühl und viel weiter will ich das auch gar nicht ausführen.

Ich hielt ‘ne Weile nach möglichen Vorlagen Ausschau, bis ich dann auf dem Umschlag eines Buches (Robert de Caluwé: Motive der Ikonenmalerei) dann DAS Motiv entdeckte: Jona steigt aus dem Bauch des Fisches (Wikipedia-Info) Gesehen – entschieden. Ich fand das gleiche Motiv in den Weiten des Netzes noch einmal umgesetzt (von Gisela Wichern). Das ist das Schöne an Ikonen: die Motive und damit die Vorlagen sind bereits da.

Ich hatte ja bereits eine alte Holzplatte weiß grundiert. Eine der Vorlagen habe ich dann in schwarz-weiß umgewandelt, in vier Teile zerlegt (mein Drucker kann nur A4, die Platte ist aber etwas größer) und diese dann spiegelverkehrt ausgedruckt. Die einzelnen Teile entsprechen zusammengesetzt der Größe meinerr Holzplatte. Die wesentlichen Umrisse habe ich mit weichem Bleistift nachgefahren und diese Linien dann durch Reiben auf die weiße Grundierung übertragen. Dann habe ich mit dem Malen des Hintergrundes und des Fisches begonnen und als nächster Schritt stehen nun die Gewänder an. DIe Feinarbeiten werden noch einiges an Zeit benötigen (das Wellenmuster auf dem Meer! die Schuppen des Fisches! die Flügel! das Gewand! die Blumen!), aber das ist ja das, was Spaß macht und auch eine sehr entspannende Wirkung hat. In der Orthpedia steht übrigens ein schöner Einführungsartikel zur Ikonenmalerei.

Handytasche, die zweite in 9 Monaten

Handytasche, die zweite in 9 Monaten

Nachdem diese hier leider, leider, leider irgendwo in Bonn verschütt gegangen ist, trug ich mein Handy nun eine Weile “so” mit mir herum. War auch ok. Aber als ich dann im Landshuter Männerladen (den ich hiermit ungesponsort empfehle – ich wünschte, für Frauen gäbe es so ein geschmackvolles, übersichtliches, gut sortiertes Geschäft) bunte Lederreste nach Gewicht erwerben konnte, war es an der Zeit, mir daraus ein neues Täschchen fürs Telefon zu nähen. Und zwar mit dickem gewachsten Sattlerzwirn und mit einer japanischen Stanzwerkzeug vorgelochten kleinen Löchern. Mit zwei Nadeln ist es jetzt ein richtig schöner Steppstich geworden, der mir ausgesprochen gut gefällt. Orange ist ja normalerweise nicht meine Farbe und ich war kurz davor, mit Acrylfarbe drüber zu gehen. Irgendwas hielt mich dann ab (Faulheit möglicherweise) und siehe da, die Tasche in ihrer orangen Schlichtheit gefällt mir wirklich ausgesprochen gut. Und in meinen stets dunklen Taschen finde ich sie wesentlich leichter wieder. Ich hab’ noch einen lilanen Lederrest in der gleichen Stärke – vielleicht für ein Stiftetäschchen?

Was sonst noch geschah: Ein echtes Geweih eines nordischen Tiers, das jahrzehntelang an einer Wand hing, hat mich als neue Besitzerin gefunden. Das Objekt wurde enthaart (zwischen den Geweihteilen war noch ein Fellrest – kochendes Wasser und rohe Gewalt schufen Abhilfe), dann glatt poliert (ein weiteres olfaktorisches Erlebnis) und anschließend mattweiß lackiert. Jetzt wird’s noch auf eine schlichte Holzscheibe geschraubt und demnächst behängt einen Platz irgendwo hier finden.

Dann die Ikone aus den Neujahrsideen. Habe ein Motiv gefunden, eine olle Holzplatte händisch zurechtgesägt und geschmiergelt, mit Acrylfarbe grundiert und poliert. Ich hätts mir denken können. Auf einer so dermassen glatten Oberfläche hat die Acrylfarbe keinen Biss – überspritzt gesagt: als würde man eine Glasscheibe bemalen, sprich: man sieht jeden Pinselstrich. Davon lass ich mich jetzt aber nicht einkriegen – das wird schon, irgendwie (und unter dem Zusatz von Gesso). Zu zeigen gibt es noch nichts und die Materie ist so interessant, dass ich da mal einen eigenen Eintrag zu schreiben werde. Jedenfalls wird diese erste Ikone keine “professionelle” mit Eitempera und so. Ich nehme die Farben, die mir zur Verfügung stehen und probiere das mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit und Gelassenheit mal aus.

Schöne Handytasche, nicht?

 

Rückblick / Ausblick

Rückblick / Ausblick
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Hier der zum letzen Jahr. Ich habe so ca. 50 mal gebloggt, deutlich mehr, als ich in Erinnerung hatte. Kurs-Highlight: Der Mixed-Media-Circus mit Nathalie Kalbach und Julie Fei-Fan Balzer, den ich zusammen mit Kerstin besucht habe. Der Besuch bei Kerstin natürlich, das ist immer Circus vom Feinsten. Gut war auch der Full-Tilt-Boogie-Kurs (siehe hier) von Mary Ann Moss – schon so lang her, hätt’ ich fast vergessen. Ich kann ihre Online-Kurse nur empfehlen.

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Genäht: In diesem Jahr habe ich mich ein paar Mal an Kleidung versucht. Es wird. Es wird handwerklich besser, wenn es auch nach oben hin noch viel Luft gibt. Aber die Wahl der Schnittmuster, die ist optimierungswürdig!!! Für nächstes Jahr habe ich mir mehr einfache Sachen vorgenommen, die aber dann auch wirklich getragen werden, und sei es im Bett. Ich will Schlafanzughosen nähen, und ein einfaches Shirt, aber mit dem Potential zur Lieblingsklamotte. Was definitiv gut geklappt hat, war das Schalnähen (siehe hier und hier – aber das sind gar nicht alle). Lieblingsstück: das Kissen.

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Gelötet: Schmuck. Also, das ist viel weniger, als ich gedacht hätte! Ok, ich hab nicht alles gebloggt, da gibts noch eine (unaufwendige) Kette, die bei Kerstin entstanden ist, das hol ich noch nach. Dennoch – es hat sich nach mehr angefühlt. Der rote Anhänger gefällt mir gut, die Wolkenkette auch, der Orden auch. Ich muss sagen, ich trage wirklich oft Schmuck, seit ich ihn selber mache. Gekocht: ein paar Rezepte hab ich gebloggt. Weiß nicht, ob ich das fortführe. Klar, ich kann hier machen was ich will, aber es fühlt sich nicht so ganz stimmig an. Technische und computer- und/oder internetbezogene Dinge habe ich gar nicht gebloggt. Ich glaube, ich lasse es hier bei Bastelsachen.

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Gebunden: Artjournals und Reisejournals. Es gab so allerhand Städtetrips in diesem Jahr (Wien, Budapest, Leipzig, Prag) und auch wenn das durchaus Arbeit macht, ich bin froh für jedes Journal, das beim Durchblättern Sachen wieder in Erinnerung ruft, die sonst durch den Rost des Vergessen gefallen wären. Die Artjournals im Zuge des Workshops von Mary Ann Moss sind einfach nur um ihrer selbst Willen entstanden und zum Teil mit auch mit der gleichen Motivation gefüllt. Lieblingsstück: ach, schwere Frage. Aber das Buch zu Wien sieht wirklich gut aus und fühlt sich auch besonders an.

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Scrapbooking: Damit hat es mal angefangen, aber das trifft es nicht mehr so recht. In diesem Jahr habe ich mehr Sachen gemacht, die unter “artjournaling” besser aufgehoben sind. Einiges davon gefällt mir noch ganz gut. Ich weiß nicht so recht, wie sich das weiterentwickeln wird. Es macht nach wie vor Spaß, mit Farbe, Stempeln, Schablonen und so herumzuspielen, aber manchmal frage ich mich: was machen damit? Wofür? Wohin? Dennoch, nur durch das Tun kann man Erfahrungen machen. Und einiges davon wird Geschenkpapier oder sonstwie zur Deko verwendet.

So, nun zum Ausblick. Ich gucke mal auf die Ideen-Liste im Kopf. Alles kann, nichts muss:

  • eine Ikone malen (d.h. schreiben), so richtig auf Holz
  • einen Wandbehang aus Stoffresten – nicht so richtig klassisch gepatchworked und gequiltet, eher freestyle – (Hallo Kerstin!)
  • Schlafanzughose nähen / Hose fürs Haus/Wochenende (“Rumschlumpfhose”)
  • etwas gefüttertes (Hose, Rock)
  • große Leinwand bemalen
  • Holzrahmen für große Leinwand
  • einen Stempel mit wiederholbarem Muster schnitzen (hab ich irgendwo bei Julie gesehen)
  • eine Skulptur aus Holz mit “Mixed Media” drauf/dran (Mixed Media passt echt auf alles, hehe)

Mmhh. Könnt schwören, da stünde viel mehr drauf.. es wird sich zur rechten Zeit bemerkbar machen, das steht fest. Und ihr so?

Genäht: Schals und Top

Genäht: Schals und Top

201112_schal_rot-nicki Schals trage ich fast immer, ob “Loop” oder lang, bunt oder dunkel. Ich liebe es, etwas Warmes um den Hals zu haben. So sehen das meine jüngeren und jungen Weihnachtsbeschenkten hoffentlich auch. Darum habe ich ein paar Schals genäht und verschenkt (alle, bis auf den altrosa-farbenen mit dem pink-roten Karo, den trag ich selbst).

Spaß gemacht hat die Entdeckung, dass ein Schal aus zwei Seiten sich wunderbar spiralig dreht, wenn die Stücke beim Zusammennähen eine handbreit versetzt angenäht werden. Beim Zusammennähen einer Längsseite liegen beide Stoffe genau aufeinander, bei der zweiten Längsseite zieht man die obere Kante eines Stoffstreifens 10cm weiter nach oben, so dass sie oberhalb des Beginn der zweiten Schalseite liegt, dann festnähen. Beim abschließenden Begradigen der oberen und unteren Kante verliert man zwar etwas Länge, aber der Schal dreht sich wie eine Spirale.

Und noch was: ich hab mir im November ein “Twisted Top” genäht, nach diesem Schnitt von Irmchen. Das Top ist gar nicht mal schlecht geworden, handwerklich. Der Schnitt – da bin ich ein bisschen ratlos, so richtig klar wird das auf den ersten Blick nicht, dass es asymmetrisch ist. Vielleicht demnächst noch etwas mehr Asymmetrie reinbringen? Es trägt sich aber gut und dafür, dass es nicht sehr schwierig ist, siehts nicht schlecht aus!

Der nächste Eintrag wird mein kreativer Jahresrück- und Ausblick – was war cool, was hab ich gelernt, was steht nächstes Jahr an. Da freu ich mich schon drauf.