Drei Punkte

 

Punkt 1: Basteleien der letzten Wochen

(Bilder in der Galerie – der Reihe nach besprochen) Ich habe tatsächlich ein Artjournal, in das ich ab und an was reinmale oder klebe oder beides. Wie diese Dame hier, die neulich abend plötzlich erschienen ist. Hat was, finde ich.

Bei NanuNana gabs diese ganz kleinen, dafür aber dicken Leinwände – diese hier ist 10x15cm. Die neuen Acrylfarben vom Bösner drauf, ein paar Bleistift-Linien und matten Lack. Me like.

Ein Notizbüchlein mit dem Titel “Was 2014 zu tun wäre und was nicht” ist der erste Versuch des neuen Produktes “Foto-Transfer-Potch” (von der Firma C. Kreul) statt Ponal. Das einzige, was gegen das Zeug spricht, ist, das es  sich bei dem Ergebnis dann nicht mehr um einen schlichten Ponaltransfer handelt, sondern um einen Foto-Transfer-Potch-Transfer und das kann ja nun keiner wollen. Ansonsten: sehr, sehr manierliche Ergebnisse!

Auf der Vatikan-Seite gibts das erste Apostolische Schreiben von Papst Franziskus zum herunterladen als PDF. Ich hab’s mit der Option “Broschürendruck” doppelseitig auf A4 ausgedruckt, in der Mitte geteilt, die A5 Blätter dann entsprechend der Schnittmarken beschnitten und die Seiten dann gelumbeckt. Den fertigen Buchblock habe ich dann in einen dafür gebauten Umschlag geleimt. Für den Titel habe ich “Karen Foster” Klebebuchstaben aufgeklebt, weißes Gesso drübergepinselt und die Buchstaben nachher wieder abgepiddelt.

Dann habe ich ein Swemd genäht, ein Zwitter aus Hemd und Sweatshirt. Dazu wurden zwei Hemden ineinandergesteckt, die nicht mehr ganz intakten Kragen und Manschetten abgeschnitten und Bündchen bzw. einen Stehkragen drangenäht. Kuschelig, bequem und doch hemdig.

Punkt 2: leckeres Essen der letzten Zeit

Es gibt immer öfter mal was aus diesem Kochbuch: “Plenty” von Yotam Ottolenghi (wir haben die englische Version, die deutsche trägt den blöden Titel “Genußvoll vegetarisch”. Und da ist so einiges ziemlich zu empfehlen. Z.B. die karamelisierten Fenchel, der Wintercouscous (Rezept hier) oder gestern das Auberginen-Zitronen-Risotto (Rezept hier). Also, ich bin ja sonst kein Kochbuch-Gucker, sondern improvisiere gern. Aber bei diesem Rezeptbuch mache ich eine Ausnahme, denn die Sachen sind einfach ungemein lecker, etwas ungewöhnlich und horizonterweiternd, weil ich selber auf einige Kombinationen einfach nicht kommen würde. Große Empfehlung also.

Punkt 3: Filme der letzten Zeit

Ach Youtube. Ach, 24 Zoll-Monitor. Ich gestehe, ich hab ab und an die freien Folgen der Shopping-Queen am Laufen. Bin ich erst neulich drauf gestoßen und die Kommentare von Herrn Kretschmer machen durchaus Spaß.

Dann: Jimmy Diresta. Der Herr ist “Handwerker”, Bastler und Frickler aus New York, und die Filme sind ein bisschen wie “Zugeschaut und mitgebaut” (gabs vor 100 Jahren im ZDF), nur in unterhaltsamer. Wenn man noch seinen Bruder und etwas Story dazu haben will, dann guckt man “Dirty Money“: hier sammeln die Herren olles Zeug, pimpen es und verkaufen es auf dem Flohmarkt.

Überhaupt find ich es interessant zu sehen, wie Leute mit Holz arbeiten. Unter dem Suchwort “Woodworking” gibt es da Filme ohne Ende. Angesichts der riesigen Maschinenparks, ist es klasse, was Leute auch ohne Strom herzustellen in der Lage sind: guckt mal bei “Chop with Chris“.

Punkt 4: “noch mehr Filme der letzten Zeit” und Punkt 5: “Bücher” kommen ein andermal dran. Für meine Verhältniss reicht das erstmal.

 

Album, Twister-Pulli, Kalender, Stiftehalter

So, es ist Jahresende und das motiviert mich, alles mögliche noch fertig zu stellen oder Fertiggestelltes zu posten. (Entsprechend soll das alte Brot heute oder morgen noch in Semmel-/Brotknödel verwandelt werden…) Passend zur Adventspost-Aktion mit Thema “Wertzeichen” habe ich im Laufe des Dezember ein sehr hochformatiges Album gebaut, im vorgegebenen Dämmerungsfarbthema  natürlich. Ich hab die Bilder etwas beschriftet, also einfach anklicken.

Dann ist da noch dieser Twister-Pullover, der nur aus einem Schnittteil besteht (plus Halsbeleg). Deswegen hat er es sogar geschafft, tatsächlich genäht zu werden. Gefunden hab ich den Pulli in der Zeitschrift “Handmade Kultur” (wo auch die sehr kurze Anleitung drin steht), das Schnittmuster habe ich hier heruntergeladen.

Ich wollte den Pulli eigentlich erst aus Fleece nähen und natürlich hatte ich um ein Weniges zu wenig Stoff. Beim Wühlen in der Stoffkiste fand ich dann diesen genialen, bi-elastischen Fotoprint-Jersey, der genau passte. Aus dem Stoff hatte ich schon mal einen Loopschal genäht, der nun den Pulli aufs vorzüglichste ergänzt. Ich könnte mir durchaus vorstellen, noch mal einen zu nähen.

Außerdem: Ich hatte ein altes, schön geformtes Stück Holz hier herumliegen. Und die Idee, einen einfachen Kalender zu gestalten. Reicht doch völlig aus, wenn man ungefähr den Monat weiß, oder? Ich habe jedenfalls festgestellt, dass ich nicht überall vollständige Kalendarien benötige, sondern dass es eher um das Bild des Monats geht. Und diese Wechselausstellung lässt sich mit 12 gestempelten Monatsnamen, Magneten, Reißzwecken und dem großen Vorrat an Gelliplate-Drucken wunderbar erreichen:

Ach, jetzt zeig ich euch auch noch den wahnsinnig innovativen Stiftehalter, den ich für meinen Schreibtisch gebaut habe. Klein, aber Platz für die Essenz an Stiften und Zeug. In seiner Schlichtheit und den ausgeklügelten, aber sich zurücknehmenden Designelementen ist er natürlich für den Laien nicht so ohne weiteres nachzubauen. Er besteht aus mit dem Cutter abgesäbelten Papprohrstücken, etwas Graupappe für den Boden, alles auf die Graupappe geklebt mit Ponal, fertig. Um Karl-Heinz Bogner zu zitieren:
“Mich interessiert das Unfertige, das Fragmentarische und Provisorische. Räume in Rohbauten beispielsweise, also Räume, die sich im Entstehungsprozess befinden, können für mich skulpturale Qualitäten besitzen.” Sag ich doch.

Sonst noch? Gutes Neues, bis demnächst!

 

 

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Von Dosen und Ringen

Heute ist Dienstag.  Upcycling-Dienstag bei Nina. In ihrem Blog sammelt sie jeden Dienstag “Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann.” Heute bin ich mal wieder mit dabei. Und  Creadienstag, wo Anke kreative Beiträge aller Art versammelt. Heute hab ich Zeit! Yay! Darum gibt’s gleich zwei Beiträge: Dosenupcycling und gelötete Ringe.

 

Teil 1: Dosen

Es fing alles an mit diesem Dosenöffner, den es neulich bei Tchibo gab. Genauso einen wollte ich immer schon haben, der öffnet nämlich jede Dose ohne scharfe Kanten – weder am Deckel noch an der Dose. Und man kann den Deckel wieder auf die Dose setzen. Damit sind diese Dosen kein Müll mehr – für mich jedenfalls und darum werden hier (fast) keine Dosen mehr weggeworfen…

Jetzt im Advent habe ich ein paar Plätzchendosen daraus gebaut: entweder zum Verschenken oder zum luftdichten, dekorativen Aufbewahren.

Mehr Upcycling bei Nina im Werkeltagebuch!

Teil 2: Ringe

Außerdem habe ich endlich mal wieder den Lötkolben rausgeholt:

Verwendet habe ich 2mm dicken Kupferdraht oder versilberten Kupferdraht. Ich bin schon ein bisschen aus der Übung, hab echt lange nichts gelötet. Wer mehr sehen will, was ich *früher* so gemacht habe, kann mal unter dem Schlagwort Schmuck gucken gehen.

Weil es aber tüchtig Spaß gemacht hat und jetzt auch ein paar Tage Muße ins Haus stehen, wird da sicherlich noch was kommen. Der Ring mit dem eingebohrten Loch ist noch nicht fertig: da kommt entweder noch eine Schraube drauf oder irgendetwas anderes Hübsches.

Das noch als Beitrag zum heutigen Creadienstag!

2013-12-7_Wertzeichen

Wertzeichen

In diesem Jahr mache ich zum ersten Mal bei einem Mail-Art-Projekt mit: bei Tabeas »Adventspost 2013 –Wertzeichen«. Es ging darum, ein selbst gestaltetes Wertzeichen zu gestalten und an 23 Mitstreiterinnen zu verschicken.  Vorgegeben waren das Oberthema: “Behagen”, und der Farbraum: “Dämmerung”.  Als Advents-Projekt ist jede Teilnehmerin für die Post an einem Tag im Advent zuständig.

Wenn alle Marken angekommen sind, kann man ein kleines Album damit füllen. Das werde ich noch basteln und dann zeigen. Dort werde ich auch die lieben mitgeschickten  Grüße und Rezepte aufbewahren!

Weil ich im Brief gar nichts zu der Marke selbst geschrieben habe, hole ich das jetzt mal ausführlich im Blog nach.

Meine Nummer war die 7 und die sollte auch auf der Marke erscheinen. Ich dachte, es sei schön, wenn die Zahl 7 auch inhaltlich aufgegriffen würde und kam dann schnell auf das alte Kinderlied “Backe, backe Kuchen”:

Backe, backe Kuchen,
Der Bäcker hat gerufen.
Wer will guten Kuchen backen,
der muss haben sieben Sachen,
Eier und Schmalz,
Zucker und Salz,
Milch und Mehl,
Safran macht den Kuchen gehl!
Schieb, schieb in’n Ofen ‘nein.

Backen im Advent hat was  Behagliches und so schrieb ich den zentralen Satz des Liedes auf, scannte ihn ein und ordnete die einzelnen Wörter in Photoshop neu an, in ein rechteckiges Format.

Den so entstandenen Textblock duplizierte ich dann und druckte je 10 Stück davon spiegelverkehrt mit dem Laserdrucker auf dünne Folie – mit insgesamt 3 Folien hatte ich genug Material zum Testen und für die fertigen Marken. Es war klar, dass ich die Folie auf Papier befestigen wollte und meine erste Idee war, das Papier farbig zu bemalten/bedrucken – noch besser war die zweite Idee, die Folie selbst zu bemalen – “Hinterfolienmalerei” sozusagen. Das ermöglichte deutlich mehr Kontrolle der Farbe und Korrekturen sind natürlich auf Folie leichter möglich. Dass der Toner des Laserdruckers und die Acrylfarbe innen liegen, also quasi eingeschlossen sind, macht die Marke relativ unempfindlich. Die Farbe hinter der Zahl 7 kratzte oder wischte ich wieder weg, ließ alles trocken, schnitt den Schriftblock aus und nähte ein Stück cremefarbenes Papier dahinter. Mit der Zickzack-Schere rundherum geschnippelt und fertig!

Diese Marke war ein Projekt für ein Wochenende und aufwändiger, als ich dachte – allerdings hat es wirklich Spaß gemacht, zumal ich selber nicht wußte, wie es nachher werden würde. Und: Leute, es ist toll, so viel liebevoll gestaltete Post zu bekommen!