Ich mag Röcke. Wirklich. Und weil die ja auch recht simpel zu nähen sein sollen, wie man so hört, hab ich mal einen kleinen nähtechnischen Schwerpunkt darauf gelegt. Im Februar habe ich einen Wickelrock genäht, oder besser gesagt: den Stoff zurecht geschnippelt, versäubert, 2 Abnäher und einen Druckknopf reingemacht und fertig. Der schwarze Stoff hat aus hellen Schnüren aufgenähte Blumen und ist für sich schon recht wirkungsvoll. Gestern dann habe ich meine Sammlung um zwei weitere Exemplare bereichert: einen superkurzen, nur über der Hose tragbaren Rock / oder besser: breiter Gürtel (gibts dafür eigentlich eine Bezeichnung?) und einen Ballonrock mit Kellerfalten und Hüftpasse. Was mir besonders gefällt: ich habe kein besonderes Schnittmuster verwendet, sondern von einem bestehenden Rock die Größe abgenommen und ansonsten die Tipps, die das Buch “sew what! Skirts” zu bieten hat, umgesetzt. Das Buch ist für Anfänger wirklich absolut empfehlenswert. Es zeigt, wie man sich einen an die eigenen Maße angepassten Schnitt konstruiert und stellt verschiedene Varianten eines einfachen A-Line Schnittes vor. Außerdem ist zum Beispiel eine einfache Möglichkeit beschrieben, bei Röcken den Reißverschluß einzunähen, die ich noch nicht kannte und die absolut simpel ist. Kauftipp, also!
Metall ätzen für Schmuckbasteleien wollt ich ja schon lange. Vor einer Woche hab ich endlich damit angefangen und ganz einfach finde ich es nicht. 0,7 mm dickes Kupferblech ist das Ätzopfer – hatte ich noch was von da (aber eigentlich möchte gern mal was “silberfarbenes” ausprobieren). Wie fast immer steht vor’m zufriedenstellenden Objekt das Ausprobieren. Damit die Säure (Eisen3Chlorid) nicht munter alles auffrisst, was man ihr vorwirft, braucht es säurerestistente Flächen auf dem Material. Irgendwo hatte ich gelesen, das ginge mit bestimmten wasserfesten Stiften und von Stazon (hält ja normalerweise gut auf Metall) war auch die Rede. Die Versuche mit Stazon-Stempelabdrücken waren aber kläglich. Das Stazon hält der Säure nicht gut stand, zum anderen hätte die Sache wohl noch etwas länger im Säurebad liegen bleiben müssen. Der schwarze Anhänger mit dem “g” darauf ist eines dieser Stücke. Dann habe ich mich an die Toner-Variante begeben. Hierbei wird ein Laserausdruck oder eine Photokopie durch Hitze auf das Metall übertragen. Aber soo toll ging das auch nicht. Nachlesen brachte dann zu Tage: Aceton gehört zum Transferieren noch dazu. Also ein zweiter Versuch mit Nagellackentferner, reines Aceton hab ich nicht, aber was Nagellack entfernt, könnte ja für sowas auch gehen. Leider nicht: sehr mäßiges Ergebnis! Der Toner haftet nicht gut auf dem Metall. Beim Wiederholen, schließlich muß es ja irgendwie gehen, habe ich mich daran erinnert, das ich zwei Nagellackentferner habe. Einen mit Aceton, einen ohne. Ok, habe dann den acetonfreien wieder weggeräumt, die agressive Variante genommen (immerhin mit Mandelduft!) und siehe da: funzt ganz manierlich. Man legt den Ausdruck mit der bedruckten Seite auf das Metall, betupft das Papier mit Aceton und bügelt dann ein paar Sekunden sehr heiß drüber. Dann kann man das Papier (nach dem Abkühlen des Metalls) einfach naßmachen und abrubbeln, der Toner klebt auf dem Metall. So ist nun dieses noch ungelöcherte Stück entstanden, mit einem Passus aus Psalm 23: “I will fear no evil for thou art with me” – im Chor üben wir gerade das Requiem von Rutter. 100% überzeugt bin ich auch davon nicht – ich wünsche mir eine tiefere Ätzung, diese ist zwar recht sauber, aber hat kaum Tiefe. Also: “To be continued…”
Achja: das g hat auf der Rückseite ebenfalls einen Psalm als Spruch (Versuch 2) und daraus habe ich einen schnellen Anhänger gemacht – so sieht er auch aus…
Iris hat mich mit dem “Kreativ Blogger Award” bedacht. Ich freue mich und bin so frei, die Bedingungen etwas zu modifizieren: ich gebe ihn nur an eine Person weiter (statt an sieben). Weil: schön, wenn sich alle Welt verlinkt und sich jeder einen Award überreicht – aber bleibt dann nicht das Besondere auf der Strecke? Jaja, ich weiß, dass ich unter diesen Bedingungen womöglich selber keinen Award bekommen hätte… egal.
1. Bedanke dich bei der Person die ihn dir verliehen hat. Danke, Iris!
2. Kopiere das Logo und platziere es in deinem Blog. Ich verlinke mal auf Mutter google, es steht “Kreativ Blogger” drauf, es ist der hier mit dem karierten Hintergrund.
3. Verlinke die Person von der du ihn bekommen hast. Gern: Iris’ Blog trägt den wunderbaren Namen: Mr., Mr. and Mrs. Smith
4. Nenne 7 Dinge über dich, die anderen noch nicht bekannt sind. Naja, sagen wir “den meisten noch nicht bekannt sind”. 1. Ich habe alle Folgen von Project Runway geguckt und verfolge auch die diesbezüglichen Diskussionen auf Project Rungay. 2. Ich mag Schnee im Winter, auch wenn er andere Leute zu nerven beginnt. Lieber eine weiße Welt, als tristes, knospenloses Grau! 3. Auf dem Sofa liegend, kann ich die Zeit auf der Domuhr ablesen. 4. Ich habe mal Streichhölzer gesammelt – einzelne. Die verschiedenen Farben der Köpfe haben mich interessiert. 5. Ich bin von einer echten Zahnarzt-Phobikerin zu einer sehr entspannten Patientin geworden. Dem richtigen Zahnarzt sei Dank! 6. Meinen morgendlichen Kaffee trinke ich immer im Bett oder auf dem Sofa liegend. 7. Ich liebe es, immer mal wieder neue Produktivitätstools auszuprobieren (z.B. gerade thinkingrock), auch wenn mich das davon abhält, wirklich produktiv zu sein…
5. Nominiere 7 Blogger: Ich reiche den Award weiter an Suschna – sie macht “ihr Ding”, ihre Projekte sind ungewöhnlich und schön und (es klingt so klischeehaft, aber es stimmt einfach) sehr inspirierend!
6. Verlinke diese auf deinem Blog: siehe 5.
7. Benachrichtige die 7 durch einen Kommentar. done
So gut wie immer hatte ich weiße Wände in der Wohnung. Liegt sicher auch daran, dass ich mit schrägen 70er Jahre Tapeten aufgewachsen bin. Also waren weiße Wände lange Zeit ein erforderlicher Ausgleich – aber irgendwann ist auch gut. Im Baumarkt habe ich dann lauter dezente grau/beige/blaugrau-Töne eingepackt (vier kleine Probentöpfchen, um genau zu sein) und als ich um eine Regelecke bog, sprang mich dieses Grün an, völlig unvermittelt. “Highland” von Schöner Wohnen. Tja, ich hatte nicht vor, so eine Knallfarbe zu kaufen, aber spontane Begeisterung ist ein seltenes Gut und sollte ernst genommen werden. Darum ist nun eine Flurwand grün und die kleinen, blassen Töpfchen harren noch ihrer Bestimmung. Demnächst. Die “Heidi Swapp” Punkte-Maske kam hier übrigens auch zum Einsatz, ebenso wie eine Schablone, die ich vor Urzeiten mal gemacht habe.
Mmh, die Fotos sind leider nur geknipst und ziemlich unvorteilhaft. Besser gehts grad aber nicht.
“It’s a great thing when you realize you still have the ability to surprise yourself.” – “Es ist klasse, wenn man erkennt, dass man immer noch die Fähigkeit besitzt, sich selbst zu überraschen”, sagt Lester Burnham in dem Film American Beauty.
So gehts mir gerade. Ich singe seit 2 Monaten in einem Chor mit – weil’s Spaß macht, nicht weil ich meine, ich hätte eine besondere Stimme. Im Gegenteil – ich treffe zwar die Noten, aber brumme ziemlich vor mich hin. Darum habe ich mich entschlossen, ein paar Gesangsstunden zu nehmen – damit mir mal jemand ein paar Tipps gibt zum Umgang mit meiner Stimme gibt, damit ich etwas mehr Sicherheit bekomme. Und jede einzelne dieser Stunden ist eine Offenbarung. Mein Lehrer arbeite sehr viel mit Vorstellungen und Bildern – das brauchts wahrscheinlich auch, weil dieser ganze Maschinenpark in unserer Kehle sonst schwer zu begreifen, zu steuern ist. Also spielen wir gedanklich so herum, ich mache meine entsprechenden Übungen dazu und was passiert? Immer etwas völlig Unerwartetes. Ich bin natürlich noch meilenweit entfernt von dem stimmlich (bei mir) möglich ist, aber immerhin: was sich in nur ein paar Stunden entwickelt, ist total spannend: ich höre mich singen, und denke: wer bist du denn? Das ist absolut motivierend! Und es führt dazu, das ich mir jetzt Noten aus dem Netz lade, wie diese hier zum Beispiel:
Ein blöd gelaufenes Update hatte nicht mehr funktionierende Bilder-Links hier auf der Webseite zur Folge... Die Reparatur der Misere ist ein großer Haufen langweiliger Arbeit! Derzeit falsch verlinkt sind die Beiträge vom 1. März 2007 bis zum 12. Juni 2008. Ich arbeite immer wieder daran. Habt Geduld.
Danyeela, 15. Februar 2009