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Von Dosen und Ringen

17. Dezember 2013

Heute ist Dienstag.  Upcycling-Dienstag bei Nina. In ihrem Blog sammelt sie jeden Dienstag „Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann.“ Heute bin ich mal wieder mit dabei. Und  Creadienstag, wo Anke kreative Beiträge aller Art versammelt. Heute hab ich Zeit! Yay! Darum gibt’s gleich zwei Beiträge: Dosenupcycling und gelötete Ringe.

 

Teil 1: Dosen

Es fing alles an mit diesem Dosenöffner, den es neulich bei Tchibo gab. Genauso einen wollte ich immer schon haben, der öffnet nämlich jede Dose ohne scharfe Kanten – weder am Deckel noch an der Dose. Und man kann den Deckel wieder auf die Dose setzen. Damit sind diese Dosen kein Müll mehr – für mich jedenfalls und darum werden hier (fast) keine Dosen mehr weggeworfen…

Jetzt im Advent habe ich ein paar Plätzchendosen daraus gebaut: entweder zum Verschenken oder zum luftdichten, dekorativen Aufbewahren.

Mehr Upcycling bei Nina im Werkeltagebuch!

Teil 2: Ringe

Außerdem habe ich endlich mal wieder den Lötkolben rausgeholt:

Verwendet habe ich 2mm dicken Kupferdraht oder versilberten Kupferdraht. Ich bin schon ein bisschen aus der Übung, hab echt lange nichts gelötet. Wer mehr sehen will, was ich *früher* so gemacht habe, kann mal unter dem Schlagwort Schmuck gucken gehen.

Weil es aber tüchtig Spaß gemacht hat und jetzt auch ein paar Tage Muße ins Haus stehen, wird da sicherlich noch was kommen. Der Ring mit dem eingebohrten Loch ist noch nicht fertig: da kommt entweder noch eine Schraube drauf oder irgendetwas anderes Hübsches.

Das noch als Beitrag zum heutigen Creadienstag!

Wertzeichen

8. Dezember 2013

In diesem Jahr mache ich zum ersten Mal bei einem Mail-Art-Projekt mit: bei Tabeas »Adventspost 2013 –Wertzeichen«. Es ging darum, ein selbst gestaltetes Wertzeichen zu gestalten und an 23 Mitstreiterinnen zu verschicken.  Vorgegeben waren das Oberthema: „Behagen“, und der Farbraum: „Dämmerung“.  Als Advents-Projekt ist jede Teilnehmerin für die Post an einem Tag im Advent zuständig.

Wenn alle Marken angekommen sind, kann man ein kleines Album damit füllen. Das werde ich noch basteln und dann zeigen. Dort werde ich auch die lieben mitgeschickten  Grüße und Rezepte aufbewahren!

Weil ich im Brief gar nichts zu der Marke selbst geschrieben habe, hole ich das jetzt mal ausführlich im Blog nach.

Meine Nummer war die 7 und die sollte auch auf der Marke erscheinen. Ich dachte, es sei schön, wenn die Zahl 7 auch inhaltlich aufgegriffen würde und kam dann schnell auf das alte Kinderlied „Backe, backe Kuchen“:

Backe, backe Kuchen,
Der Bäcker hat gerufen.
Wer will guten Kuchen backen,
der muss haben sieben Sachen,
Eier und Schmalz,
Zucker und Salz,
Milch und Mehl,
Safran macht den Kuchen gehl!
Schieb, schieb in’n Ofen ’nein.

Backen im Advent hat was  Behagliches und so schrieb ich den zentralen Satz des Liedes auf, scannte ihn ein und ordnete die einzelnen Wörter in Photoshop neu an, in ein rechteckiges Format.

Den so entstandenen Textblock duplizierte ich dann und druckte je 10 Stück davon spiegelverkehrt mit dem Laserdrucker auf dünne Folie – mit insgesamt 3 Folien hatte ich genug Material zum Testen und für die fertigen Marken. Es war klar, dass ich die Folie auf Papier befestigen wollte und meine erste Idee war, das Papier farbig zu bemalten/bedrucken – noch besser war die zweite Idee, die Folie selbst zu bemalen – „Hinterfolienmalerei“ sozusagen. Das ermöglichte deutlich mehr Kontrolle der Farbe und Korrekturen sind natürlich auf Folie leichter möglich. Dass der Toner des Laserdruckers und die Acrylfarbe innen liegen, also quasi eingeschlossen sind, macht die Marke relativ unempfindlich. Die Farbe hinter der Zahl 7 kratzte oder wischte ich wieder weg, ließ alles trocken, schnitt den Schriftblock aus und nähte ein Stück cremefarbenes Papier dahinter. Mit der Zickzack-Schere rundherum geschnippelt und fertig!

Diese Marke war ein Projekt für ein Wochenende und aufwändiger, als ich dachte – allerdings hat es wirklich Spaß gemacht, zumal ich selber nicht wußte, wie es nachher werden würde. Und: Leute, es ist toll, so viel liebevoll gestaltete Post zu bekommen!

 

Mustermittwoch: Typo

27. November 2013

Heute ist Muster-Mittwoch bei der Müllerin. Etwas spät, aber zur abendlichen Entspannung habe ich grad mal gestempelt und photogeshopped. Ist das jetzt ein Muster? Mmmh. Jedenfalls würde ich es als „patterned paper“ für Scrapbooking  oder Art-Journaling verwenden. Ich mag diese alten Stempel. Das sind die allerersten Stempel, gebastelt so 2006. Dafür habe ich Moosgummi ausgeschnitten und auf dicke Pappe geklebt. Die halten immer noch, aber teilweise sind sie mit  eingetrockneter Acrylfarbe beschichtet und darum nicht mehr gut geeignet, um Farbe von einem Stempelkissen aufzunehmen (das sind die sehr hellen Abdrücke).

Die Buchstaben habe ich blind aus der Tüte gezogen – kein Geheimcode. In Photoshop habe ich die Buchstabenreihen zu einer DIN-A4-Seite montiert, die Farben invertiert und dann mit einen Druck von der Gelliplate kombiniert.

Wer mag, kann’s herunterladen!

Creative Commons Lizenzvertrag

 

Herumgeschnörkeltes Muster

20. November 2013

Heute ist Muster-Mittwoch bei der Müllerin und da möchte ich eigentlich öfter mal mitmachen.  Muster kritzeln ist eine entspannende Sache. Beim Telefonieren oder in Sitzungen fördert sowas das Zuhören und sorgt dafür, dass ich nicht abschweife, bei mir jedenfalls.

Ich mag so kalligrafisch angehauchte Schnörkel, die man sich mit einem weich schreibenden Stift am besten ganz locker aus dem Handgelenk schüttelt.  Einen davon habe ich eingescannt, in Photoshop vermehrt und aneinandergereiht. Dann noch Farbe drüber und fertig ist das patterned paper für den Mustermittwoch von heute.

Wer mag, kann’s auch herunterladen.

Creative Commons Lizenzvertrag

 

 

Sandra meinte in einem Kommentar auf ihren Hummerbeitrag:  „Tiere in chevronform finde ich übrigens eine ganz großartige Idee. Was man mit solchen sinnvollen Kombinationen an Zeit und Material sparen könnte!“ Tierchevron –  der Begriff klingelte dann bei mir an und forderte, sich ihm in einer „Patterned Paper“-Aufgabe anzunehmen. Ok, ich hab mal die (olle, aber dafür leichte) Knipskiste an einen alten Besenstil* gewickelt und mitgefilmt:

Diese fabelhafte Doku aus dem Jahr 2013 spielt gekonnt mit verschiedenen Formen von Weißabgleich, einem hohen Grad an Unschärfe und erwartet von den Zuschauerinnen, sich ganz offen einzulassen auf die Sichtweise der Künstlerin – auch, oder gerade weil  es den eigenen Sehgewohnheiten widerspricht. Music: Creative Commons License Stringed Disco by Kevin MacLeod is licensed under a CC Attribution 3.0http://incompetech.com/music/royalty-free/index.html?isrc=USUAN1100059.

Layout

Und hier das Layout. Etwas versteckt hinter einer aufklappbaren Klappe befindet sich meine Zugfahrkarte vom letzten Jahr – ist ja mal aufhebenswert, schließlich war das mein erstes Jahr als Pendlerin.Ich gebe zu, „Tiere in Chevronform“ ist zweideutig. Diese hier sind in eine Chevronform hineingestempelt, es wären aber auch Tiere denkbar, die, hinter- oder nebeneinandergestellt, selbst schon so eine Zickzackform bilden. Allerdings hatte ich von denen weder einen Stempel, noch weiß ich, ob die überhaupt schon entdeckt worden sind. Praktisch und ökonomisch wäre es.


* Setup: Besenstil mit Gorilla-Pad. Die Stange kann senkrecht nach unten gedreht werden, dann hängt sie einfach an der Regalstange herunter.