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Rohrnudeln

2. Juni 2013

DSCF0991Und zwar die besten, die ich je gegessen habe. Nach einem Rezept der Mallersdorfer Schwester Reginfriede, wie es am 11./12. Oktober 2003 in der der Mittelbayerischen Zeitung stand.
Für – je nach Größe – ca. 8 bis 12 Rohrnudeln brauchen wir demnach:

  • 1 Pfund Mehl
  • 35 Gramm Hefe (ausprobiert: ein halber Würfel Frischhefe reichte auch)
  • 1/4 Liter lauwarme Milch
  • 100 Gramm Zucker
  • 100 Gramm Butter
  • 3 Eier, Salz
  • wer mag: Zwetschgen für die Füllung (wenn nicht frisch, dann gehen auch tiefgefrorene oder eingemachte), schmeckt aber auch ohne Füllung süper

Mehl in eine große Schüssel geben, eine Mulde ins Mehl drücken, dort die zerbröselte Hefe mit 1 TL Zucker, 1 EL Milch und etwas Mehl zu einem dickflüssigen Teig verrühren. Die Schüssel abdecken, warm stellen und warten, bis dieser Hefebrei sein Volumen verdoppelt hat und schön blasig aussieht. Dann Eier, weiche Butter, Zucker, Salz und restliche Milch hinzugeben und alles gut verrühren/verschlagen. Kneten ist nicht wirklich angesagt, denn der Teig ist sehr weich. Nochmals zugedeckt im Warmen eine Stunde gehen lassen. Dann mit einem Löffel ca. 10 Teigportionen abstechen, den Teigbatzen auf ein bemehltes Brett werfen und zu einem kugelartigem Etwas formen, soweit das bei dem recht weichen Teig eben geht. Ab damit in die eingebutterte Form/Backreine. Obstfreundinnen und -freunde können bei Bedarf noch entkernte Zwetschgen (tiefgefrorene Johannisbeeren wurden auch schon erfolgreich getestet) in die Mitte der Kugel drücken. Bei 160 Grad im vorgeheizten Backofen etwa 45 bis 50 Minuten backen (bei mir reichten 45 Minuten bei 150 Grad und Umluft). Oben sollen sie braun wie eine Steinpilzkappe sein (ach so, klar).

Diese feinen Nüdelchen haben den unglaublichen Vorteil, nicht so schnell trocken zu werden, wie Hefegebäck es am nächsten Tag manchmal so macht. Also, falls noch was übrig ist. Frisch und Lauwarm schmecken sie nämlich am allerbesten.

 

Salat im Thai-Stil

5. Juni 2011

Frei interpretiert, bzw. Thai-inspiriert. Und zwar gibts hier einen Thai, der macht einen ausgezeichneten Salat mit (u.a.) Streifen von grüner Papaya, Chilis und Erdnüssen. Richtig scharf und zum Reinlegen lecker. Den kann man auch nachbauen – zumindest erinnert er gut an den Thai-Salat und ist mindestens genauso lecker. Unglaublicherweise ersetzt man dabei die grüne Papaya durch Kohlrabi. Hier so ungefähr das Rezept – frei Schnauze für 1-2 Personen:

  • 2 Karotten, 1 Kohlrabi (falls sehr groß, reicht auch ein halber) – in dünne Streifen schneiden. Ich nehme so ein Teil, von dem ich nicht weiß, wie es heißt: sieht aus wie ein Sparschäler, schneidet aber eben dünne Streifen.
  • 2 Zehen Knoblauch – fein hacken, darunter mischen (ja, viel Knoblauch.. wichtig!)
  • frische rote Chili nach Geschmack oder getrocknete Chili – soll schon etwas scharf sein
  • Dressing aus Reisessig und neutralem Pflanzenöl, evtl. Zitronensaft (kann, aber muß nicht)
  • gute Prise Zucker, Salz und Pfeffer, etwas zerstoßenen Kreuzkümmel und wenn möglich frischer Koriander
  • kleine Hand gehackte Erdnüsse (ich hatte zerhackte, karamelisierte Erdnüsse vom Backen übrig – die waren ausgezeichnet! Dann kann man den Zucker im Dressing weglassen)
  • gut umrühren, 10 Minuten ziehen lassen

Achtung: dieser Salat schmeckt überhaupt nicht nach Kohlrabi, wobei ich den auch gern esse. Aber so lecker – neuer Lieblingssalat!

 

Typische Mahlzeit

7. Februar 2011

Aus der Reihe „Einfach, schnell und lecker“: Fladenbrot mit Möhren und Käse. Das Fladenbrot mach ich aus Hefeteig, den ich mittlerweile so gut wie immer auf Vorrat im Kühlschrank habe – nach diesem hier erwähnten Rezept. Weil man ja nicht für einen oder zwei Fladen extra den Ofen anwerfen will, back ich die Teile in der Pfanne. Dazu drück ich den Teig so kalt wie er ist, auf den Pfannenboden und backe ihn von beiden Seiten knusprig. Ich nehme eine teflonbeschichtete Pfanne, da geht es grundsätzlich auch ohne Einfetten – man muß nur warten, bis sich eine Kruste gebildet hat, dann löst sich der Teig ganz gut ab. Die Möhren: einfach grob raspeln, kurz in etwas Öl mit Salz und Pfeffer anbraten, fertig. Chili (wie auf dem Foto) muß nicht, ist aber immer eine nette, kleine Ergänzung. Die Möhren schmecken auch super, wenn man Schafskäse hineinbröselt und mit erhitzt.

Sellerie-Möhren-Salat

20. Januar 2011

Jetzt ist es soweit. Es gibt eine neue Rubrik „gekocht“. Nein, ich werde keinen Foodblog eröffnen – aber ab und zu mal ein bebildertes, einfaches und schnelles Lieblingsessen zeigen. Ich koche gern und ich koche gern „einfach“, d.h. wenig Zutaten, „natürliche“ Gewürze (also nicht unbedingt mit Würzmitteln wie Maggi und Co) und relativ unaufwändig.

(Das Foto zeigt nur Bestandteile des Dressings, ist aber von den Farben her so schön, dass ich es hier zeigen muss..) Ich beginne mal mit meinem im letzten Jahr neu entdeckten Lieblingsgemüse: Sellerie. Sellerieknollen waren mir jahrzehntelang nur als Suppeneinlage bekannt. Dann hat mich *jemand* mit diesem Rezept hier angefixt. Jetzt ist alles anders :-) Und das Tolle: Möhren und Sellerieknollen gibt es im Winter wirklich überall.

Für zwei als Beilage (oder eine sehr hungrige Person als Hauptgericht):

300 g Sellerie (in meinem Fall ca. 1/2 Knolle), 300 g Möhren. Egal wieviel: Möhren und Sellerie sollten sich im gleichen Verhältnis befinden.  Sellerie schälen, in ca. 1-1,5 cm große Würfel schneiden. Möhren ebenfalls in solche Würfel schneiden. Zusammen in kochendes, etwas gesalzenes Wasser werfen und ca. 4-5 Minuten aufkochen. Nicht zu lange! Derweil ein Dressing aus einer kleinen, kleingeschnittenen Schalotte, einer halben grünen Chili, Sonnenblumenöl, Weißweinessig, Salz und Pfeffer herstellen. Das Gemüse abgießen und in eine Schüssel geben, das Dressing dazugeben und gut umrühren. Etwas stehen lassen, damit sich das Dressing gut durchziehen kann. Ggf. nochmals nachwürzen (bei mir meist  mit Salz und Weißweinessig). Schmeckt lauwarm fantastisch. Zur Deko und Resteverwertung habe ich den Salat auf einem kalten Pfannkuchen „angerichtet“ (naja, eher nur einfach draufgelegt).

Kochen ist für mich ein bischen wie Basteln. Auch wenn das meiste nicht aufwändig ist – ich mache was mit den Händen und was mit einem ganz konkreten Verwendungszweck. Wie ist das bei euch? Kocht ihr gern? Und liebt ihr Sellerie?

Zum letzten Eintrag @Kerstin: Ui, neue Bücher – lass mal wissen, welche. Ich hab mir neulich auch zwei „Schmuckbücher“ aus der Stadtbib ausgeliehen, dazu könnt ich demnächst noch nen Satz schreiben. Und Kurs? Ja, könnten wir wirklich mal planen. Das Jahr ist *noch* lang ;-) @Diana: Schön, dass es dir gefällt. Mir auch – ich denke, das bleibt jetzt erstmal so.