Archives For Bücher binden

Selbstgemachte Stencils / Schablonen

Ich hab nach dem vorherigen Blogeintrag noch ein paar Schablonen aus diesen Spezialpapier geschnippelt und geklebt und ein paar der damit entstandenen Drucke mal hinter Glas gesperrt:

Erfahrung nach etlichen Drucken: Das plastikbeschichtete Papier hält auch nach etlichen Drucken immer noch super. Mit einem Cutter Freihand Formen zu schneiden, ist allerdings nicht so entspannend.  Da hätte ich gerne mal so einen coolen Schneid-Plotter, auf der anderen Seite erscheint mir das irgendwie übertrieben. Machs-selber-Engelchen versus Konsum-Teufelchen.

Notizbuch

Es war außerdem mal wieder Zeit für ein Notizbuch. Diesmal ein Reste-Werk: aus kleinen Papierabschnitten von Drucken und Scrapbookpapier. Zusammengeklebt mit Malerkleppband, Autolackiererklebeband, Washitape, Tesa, Nassklebeband..  Die zusammengeklebten Reste habe ich dann auf 8 x 11,5 cm beschnitten und mit Lumbeckbindung zu einem Block zusammengefügt. Der Block klebt in einem Lederumschlag, der wiederum mit einem Lederstück bezogen ist, das ich aus kleinen Resten zusammengenäht habe. Hab kein gutes Foto von vorne, sieht aber ein bisschen aus, wie ’ne 80er Jahre Lederjacke :-)

Schwarzer Kardamom

kardamom

So, nun zum Tipp. Wer fleischlos lebt, aber manchmal auf etwas „Raucharoma“ in der Suppe nicht verzichten mag und keinen geräucherten Tofu im Haus hat, kann mal schwarzen Kardamom zerquetschen, die Samen fein mörsern und mitkochen. Ok, standardmäßig ist der sicher nicht in jeder Küche. Aber es lohnt sich, das Zeug hält sich verschlossen lang und macht echt was her. Ich muss zugeben: die Kapseln riechen nicht besonders toll, finde ich. Aber die gemörserten Samen in der speck- und fleischlosen Erbsen- oder Linsensuppe – genial! Auf dem Foto sieht man ihn im Vergleich zum deutlich angenehmer duftenden grünen Kardamom.

 

Language of Birds

24. Juni 2013

Schon ein paar Monate alt, und ich mags immer noch, dieses gelumbeckte Notizbuch aus diversen Restpapieren und mit einem fiktionalen Buchtitel aus „Jonathan Strange & Mr Norrellvon Susanna Clarke.

The Language of Birds (more fully, Treatise concerning the Language of Birds) is a book of magic written by Thomas Lanchester.

„…There is nothing else in magic but the wild thought of the bird as it casts itself into the void. There is no creature upon the earth with such potential for magic. Even the least of them may fly straight out of this world and come by chance to the Other Lands. Where does the wind come from that blows upon your face, that fans the pages of your book? Where the harum-scarum magic of small wild creatures meets the magic of Man, where the langugage of the wind and the rain and the trees can be understood, there we will find the Raven King…“

Eines der schönsten Zitate aus diesem Werk:

“Can a magician kill a man by magic?” Lord Wellington asked Strange. Strange frowned. He seemed to dislike the question. “I suppose a magician might,” he admitted, “but a gentleman never would.” ― Susanna Clarke, Jonathan Strange & Mr Norrell

Empfehlenswertes Buch, in einem ganz eigenen Stil verfasst, der mich an nichts Zeitgenössisches erinnert. Trotz der Zauberer-Themen so glaubwürdig, das man meint, es könne sich gar nicht anders zugetragen haben. An diesem Erstlingswerk hat Frau Clarke wohl rund 10 Jahre geschrieben und es ist eines dieser Werke, die länger nachklingen.

 

Und sonst so? Hab mal ein Kaffeestilleben verscrappt mit Text hinterm Foto:

 

 

Bedienungsanleitung

19. Juni 2013

Ach, Bedienungsanleitungen. Normalerweise leg ich die mit der Rechnung irgendwo hin, wo ich sie in einem unwahrscheinlichen Fall hoffentlich wieder finde und gut. Für meine mittelneue Kamera (Fuji X-E1) fliegt sie allerdings doch in der Stube herum. Ab und zu muss ich nachgucken, wofür dieser eine Knopf unten vorne und so weiter. Jedenfalls: nicht schön, dieses schlabberige Heftchen. Darum hab ich aus einem alten Buchdeckel aus Paris einen Pappumschlag gebaut und das Teil dort eingeklebt. Etwas Washi-Tape auf die Kanten und fertig.

Und der Hintergrund entstand als Nebenprodukt beim Drucken mit der GelliPlate. Man braucht ein Papier zum Abrollen der Walzen. Keine Angst, das wird auch noch seinen Weg in ein Heftchen finden.

Ein paar schöne Seiten und Dinge sind neulich so im Netz gelandet:

Tasche (Tasche, Buch, Schwarz, Rabe, Zaubersprüche – was will man mehr?)

Reflektor (tatsächlich oldschool – jedenfalls hatte ich in der Grundschule einen Tornister mit solchen Verschlüssen)

Gorey Details (Shop, wer „dark decor“ und Skelettzeugs doof findet, braucht gar nicht erst klicken)

The Public Domain Review (Fundgrube von Bildern und Texte, deren Urheberrecht abgelaufen ist)

William Cheselden: Osteographia, or The anatomy of the bones (gefunden in der oben angegeben Public Domain Review: Anatomie der Knochen: schöne Bastelvorlagen)

 

Dann liegt da schon eine Weile dieses Minibüchlein mit einem umlaufenden Kupferband mit funktionierendem Verschluss herum. Die Scharniere waren etwas fummelig und haben durchaus noch Verbesserungspotential, aber immerhin, es ist vollbracht.

Ich hab da neulich mal ‚was gemacht und heute am Creadienstag möcht‘ ich es mal zeigen: ein Notizbuch, bestehend aus einem bemalten Lederumschlag und einem Heft aus wiederverwendetem Verpackungspapier. Hat schon etwas 80er Optik und gefällt mir wahrscheinlich deswegen so gut :-)

 

Und so ungefähr ist es entstanden:

Ich habe eine dünne Pappe mit Lederresten beklebt (mit Planatol Elasta) und die Pappe dann in der Buchpresse einen Tag gepresst. Das Leder hält echt bombenfest und dann kann man die Pappe mit einem Cutter auf die gewünschte Größe zuschneiden.

Da, wo der Rücken des Heftes sein soll (bei mir der rote Lederstreifen), die Pappe mit einem Cutter anritzen, naß machen und ablösen. Jetzt lässt sich der Umschlag gut knicken.

 

Den Umschlag habe ich mit weißer Acrylfarbe grundiert und dann bunt bemalt und gestempelt. Abschließend habe ich auf die getrocknete Oberfläche glänzendes Strukturgel mit einem Spachtel aufgetragen. Das sorgt für dieses schönen Glanz und macht die Farbe auf dem Leder wirklich widerstandsfähig.

Das Papier, aus dem die Heftseiten sind, diente mal irgendwo als Verpackung/Polstermaterial in einem Karton. Ich mag diese zerknitterten, dünnen, aber festen Papiere sehr gern! Das Heft ist mit wenigen Stichen direkt an den Umschlag genäht – wenn es voll ist, schneide ich die Fäden durch und nähe ein neues, leeres Heft ein.

Schaut auch, was die anderen gemacht haben: http://www.creadienstag.de/, und beim Upcycling-Dienstag passt dies auch sehr gut: http://zepideh.blogspot.de/2013/05/upcycling-dienstag-63.html

Hat von euch schon mal wer Leder bemalt (z.B. auch Schuhe) und habt ihr Tipps dazu?