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Sandra meinte in einem Kommentar auf ihren Hummerbeitrag:  „Tiere in chevronform finde ich übrigens eine ganz großartige Idee. Was man mit solchen sinnvollen Kombinationen an Zeit und Material sparen könnte!“ Tierchevron –  der Begriff klingelte dann bei mir an und forderte, sich ihm in einer „Patterned Paper“-Aufgabe anzunehmen. Ok, ich hab mal die (olle, aber dafür leichte) Knipskiste an einen alten Besenstil* gewickelt und mitgefilmt:

Diese fabelhafte Doku aus dem Jahr 2013 spielt gekonnt mit verschiedenen Formen von Weißabgleich, einem hohen Grad an Unschärfe und erwartet von den Zuschauerinnen, sich ganz offen einzulassen auf die Sichtweise der Künstlerin – auch, oder gerade weil  es den eigenen Sehgewohnheiten widerspricht. Music: Creative Commons License Stringed Disco by Kevin MacLeod is licensed under a CC Attribution 3.0http://incompetech.com/music/royalty-free/index.html?isrc=USUAN1100059.

Layout

Und hier das Layout. Etwas versteckt hinter einer aufklappbaren Klappe befindet sich meine Zugfahrkarte vom letzten Jahr – ist ja mal aufhebenswert, schließlich war das mein erstes Jahr als Pendlerin.Ich gebe zu, „Tiere in Chevronform“ ist zweideutig. Diese hier sind in eine Chevronform hineingestempelt, es wären aber auch Tiere denkbar, die, hinter- oder nebeneinandergestellt, selbst schon so eine Zickzackform bilden. Allerdings hatte ich von denen weder einen Stempel, noch weiß ich, ob die überhaupt schon entdeckt worden sind. Praktisch und ökonomisch wäre es.


* Setup: Besenstil mit Gorilla-Pad. Die Stange kann senkrecht nach unten gedreht werden, dann hängt sie einfach an der Regalstange herunter.

Neue Layouts

5. September 2013

Ich könnte mal wieder was zeigen., dann mach ich das auch mal. Hier:

Das erste Layout ist ein Experiment mit einem Tafelartigem Hintergrund. Etwas festeres Papier habe ich mit Gesso grundiert und dann mit schwarzen Pigmenten, die ich mit Wasser verrührt habe, überpinselt. Wird ziemlich tafelig, finde ich. Die Schrift habe ich mit einem weißem Buntstift aufgemalt. Das Gesso ist schön rauh und sorgt für die Mattigkeit und die Haftung. Schwarze Pigmente sollte man zuhause haben, oder? :-) Ich hab schon Kerzenwachs damit gefärbt, das ging wunderbar. Die Bierkrüge sind eigentlich Visitenkarten, die en Masse im Eingang des Lokals herumlagen. Die Fotoelemente sind Schnipsel alter Postkarten.

Die alten Postkarten haben auch Eingang gefunden in das zweite Layout, das eigentlich eher so eine „aus Spaß an der Freud“-Collage ist.

Das dritte schließlich zeigt meinen derzeitigen Lieblingsarmschmuck. Lederrest, der von einem Gürtel übrig blieb und den mir die Lederwerkstatt in ein Armband verwandelt hat. Trag ich mehr, als den auch sehr schicken Gürtel. Der Hintergrund ist mit der Gelliplate gedruckt und dann habe ich ein Seidenpapier drüber genäht. Seidenpapier heb ich grad immer auf, wenn mir welches unterkommt.

Außerdem hab ich meine Werkbank aufgeräumt und vor allem die Stempel neu organisiert. Und Kisten aus Graupappe gebaut, eine für Papier und eine für Stempel. Dazu dann das nächste Mal.

Ich hab ein Ringbuch gebastelt, ungefähr so hoch, aber etwas breiter als A5. Graupappe, blauer Buchbinderleinen. Innen eine Ringbuchschiene mit 6 Ringen. So eine kleine, wie sie für Kalender verwendet wird. Und eigentlich gehört dazu ein Gegenstück, das eingenietet wird und die Ringbuchschiene selbst wird dann dort hineingesteckt. Aus unerklärlichen Gründen war in meinem Vorrat nur noch die Schiene, nicht aber jenes zweite Teil vorhanden. So hab ich einfach Löcher in den Rücken gebohrt und die Schiene mit Paketband festgeschnürt – ziemlich stramm, und dann verknotet. Bis jetzt hält es und wackelt nicht :-)

Innen ist ein buntes Potpourri an Patterned Paper. Selbst entworfen bzw. zusammengestellt und zumeist beidseitig bedruckt. Hätte mich Kerstin nicht mal auf die Capture-Reihe von Basic Grey hingewiesen – ich hätte mich nicht so schön davon inspirieren lassen können…

Die Papierdesigns in diesem Ringbuch sind zum Teil von mir, aber nicht alle: ich habe auch die tollen Designs von Mel McCarthy (Melstampz) benutzt, teilweise pur, zumeist aber mit anderen Bildebenen kombiniert. Ausgedruckt sind sie dann mit dem Farblaserdrucker auf festes 170g Papier.

Links

Ein paar Quellen, wo ich schöne digitale Elemente gefunden habe, stelle ich hier mal zusammen:

Download

Ein paar von den digitalen Papieren, die ich auf der Basis eingescannter und/oder mit Public-Domain-Elementen erstellt habe, stelle ich euch gerne zur Verfügung:

Creative Commons Lizenzvertrag

Verwendet ihr eigentlich solche digitalen Elemente und wenn ja, wofür?

Language of Birds

24. Juni 2013

Schon ein paar Monate alt, und ich mags immer noch, dieses gelumbeckte Notizbuch aus diversen Restpapieren und mit einem fiktionalen Buchtitel aus „Jonathan Strange & Mr Norrellvon Susanna Clarke.

The Language of Birds (more fully, Treatise concerning the Language of Birds) is a book of magic written by Thomas Lanchester.

„…There is nothing else in magic but the wild thought of the bird as it casts itself into the void. There is no creature upon the earth with such potential for magic. Even the least of them may fly straight out of this world and come by chance to the Other Lands. Where does the wind come from that blows upon your face, that fans the pages of your book? Where the harum-scarum magic of small wild creatures meets the magic of Man, where the langugage of the wind and the rain and the trees can be understood, there we will find the Raven King…“

Eines der schönsten Zitate aus diesem Werk:

“Can a magician kill a man by magic?” Lord Wellington asked Strange. Strange frowned. He seemed to dislike the question. “I suppose a magician might,” he admitted, “but a gentleman never would.” ― Susanna Clarke, Jonathan Strange & Mr Norrell

Empfehlenswertes Buch, in einem ganz eigenen Stil verfasst, der mich an nichts Zeitgenössisches erinnert. Trotz der Zauberer-Themen so glaubwürdig, das man meint, es könne sich gar nicht anders zugetragen haben. An diesem Erstlingswerk hat Frau Clarke wohl rund 10 Jahre geschrieben und es ist eines dieser Werke, die länger nachklingen.

 

Und sonst so? Hab mal ein Kaffeestilleben verscrappt mit Text hinterm Foto:

 

 

Was mit und ohne Wolken

27. November 2012

Ich bin zurück von einem Kurztrip aus Paris. Und konnte ein Buch erwerben:

Altes Buch aus Paris

Für den Preis von einem halben Liter Bier („happy hour“ wohlgemerkt) hätte ich vier dieser Bücher kaufen können – kein Wunder, dass dort alle Wein trinken. Dieses hier wird demnächst zerpflückt, was mir nicht schwer fallen wird, weil der Rücken eh schon hinüber ist.

Dann sind in den letzten Wochen ein Scanner und ein Photodrucker zu mir gestoßen und das hab ich zum Anlass genommen, mal wieder zu scrappen. Hat in der Tat Spaß gemacht. Diese gelbe Wolke ist ein Teil der Wolkenschablone von Julie Fei-Fan Balzer. Ich hatte über den Druckkurs mal die Möglichkeit, mit einer Druckpresse zu arbeiten und hab kurzerhand die ganze Schablone eingefärbt, in die Presse gelegt und wie einen Druckstock/Stempel verwendet. Geht gut und ich mag den leicht geprägten Effekt.

Kaiserschmarrn Layout

Aus dem gepägten Leinwandstoff hab ich eine kleine Tasche genäht, in der zur Zeit Washi- und andere kleine Klebebänder herumliegen.

Tasche mit Wolkenmuster

Tasche mit Wolkenmuster

Und nun zu den jüngsten Werken:

Geschenkanhänger kann man keinesfalls genug haben. Zum Dranhängen an Geschenke, den Weihnachtsbaum oder die Zimmerlinde. Als Lesezeichen. Als Mobile. Als Notizzettel. Als Namensschild. Oder für unter’n wackeligen Stuhl zu schieben. Es gibt wirklich viele Möglichkeiten, diese kleinen Scheißerchen zu verwenden, darum mach ich am besten noch welche. Diese hier hab ich neulich aus einem A4-Bogen, den ich mit einer Glasplatte bedruckt hatte, herausgeschnippelt und dann bestempelt und beklebt.

Außerdem hat mir diese besinnliche Stillbeschäftigung die Einsicht gebracht, wozu um Himmels Willen dieser Mini-Kreisstanzer gut ist, den ich mal für einen Euro erworben habe. Stanzt so Kreise von einem cm Durchmesser und ist damit  – tädää: ideal zum Herstellen von Verstärkungsringen bei den Anhängern. Wir wissen ja alle, da wird immer enorm dran gezogen.. Wenn dann das Loch nicht verstärkt ist – kaum auszudenken.

So, das war’s erstmal für heute. Bis in Kürze wieder.