So, weiter gehts mit ein paar Bildern von der zweiten Kurseinheit Collografie. Ich habe eine Plexiglasplatte von der einen Seite mit einer Ahle bearbeitet – tiefe Zickzacklinien eingekerbt, und auf der anderen Seite Gesso draufgestrichen und dann mit einem Gummischaber in Zickzacklinien die Farbe wieder weggewischt. Nach dem Trocknen des Gessos kann man dann die Platte mit Druckfarbe einreiben und auf dem Gesso haftet die eben viel besser als auf dem blanken Plastik. Diese Platte sieht man auf den ersten beiden Bildern. Die Idee war, beide Seiten aufeinander zu drucken. Dann noch ein paar Experimente, die auch ganz nett geworden sind. An schönen Papieren für Grußkarten und sowas wird’s nicht mangeln…
Suschna, mit Handdruck gibt es wirklich interessante Möglichkeiten. Ein bisschen was hat die Dozentin in der letzten Stunde demonstriert, demnächst möcht ich das mal ausprobieren.
Olles Buch
Und dann wollte ich noch ein kleines, altes Büchlein zeigen, das mir neulich in die Hände gefallen ist. Lederrücken, ziemlich verranzt, leere braune, sehr dünne Seiten. Irgendwas ist rätselhaft – ich kann es nicht benennen, aber seit einigen Tagen habe ich das Gefühl, das mit diesem Buch etwas *anders* ist und manchmal kommt es mir gar so vor, als wolle es mir etwas sagen oder mehr noch: mich auffordern, etwas zu tun. Dann bekomme ich ein schlechtes Gewissen, denn ich weiß nicht, was. Was ist denn seine Bestimmung, und wie kann es überhaupt etwas von mir wollen? Dennoch: Angst jagt es mir keine ein. Eher ist es, als seien wir ganz vertraut miteinander – Freunde, auch wenn wir uns ewig nicht gesehen haben. Etwas verbindet uns. Jetzt ist es bei mir. Wohin unser Weg führen wird, das wird sich nun zeigen.
Womit es wohl gefüllt wird?



Neulich erst träumte ich von Geschichten, die dringend ein Zuhause suchten. Aber die waren so wirr und flatterhaft – die wollten sich irgendwie nicht in mir bekannte Worte fassen lassen. Vielleicht hilft ein kuscheliger, oller Lederrückendinosaurier? Mhm, ich fürchte, die warten vor allem auf jemanden, der das Erzähl-Gen in sich trägt. Nächste Nacht werd ich sie gen Süden schicken. Ich denk mal, dass sie dort ‘ne gute Chance auf ein würdiges Plätzchen hätten. Mannmann, und was für ein Plätzchen …